Das Schreiben dieses Textes fällt mir alles andere als leicht und dennoch ist es mir ein Bedürfnis ihn zu veröffentlichen.

Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zum einen möchte ich Euch mitteilen, warum meine Praxis für die nächsten Monate geschlossen ist. Und ich möchte in dieser aktuellen Lebensphase soweit wie möglich meine Berufung weiterleben und den Prozess der nächsten Zeit so aktiv und bunt wie möglich gestalten. Das kann ich u.a. hier durch Texte und dem Teilen meiner Erlebnisse und möglicher Lösungsansätze.

Doch ganz von vorne: auf meiner Homepage ist aktuell zu lesen, dass ich keine neuen Patienten annehme. Der Grund hierfür ist eine Diagnose, deren Therapie mich die nächsten Monate intensiv beschäftigen wird. Ich habe einen aggressiven bösartigen Knoten in meiner Brust und werde die nächsten Monate nicht in der Praxis tätig sein.

Man könnte auch sagen: ich habe Brustkrebs. Doch ich persönlich mag dieses Wort nicht, weil es mit vielen schrecklichen Assoziationen verknüpft ist, die ich mit meinem Gefühl für diese Krankheit nicht verbinde. Dazu an anderer Stelle mehr.

Nach dem ersten Schock und tiefster Erschütterung habe ich mich jedenfalls die letzten Wochen immer mehr gefasst und komme Stück um Stück in dieser neuen Realität an. In jedem Fall: es ist eine unglaublich heftige Challenge!

Glücklicherweise ist sie aber machbar, da meine Prognosen trotz aller Aggressivität gut sind. Die Lymphknoten sind nicht befallen und es hat noch nichts gestreut.

Von Anfang an war mir klar, dass mein einziger Weg die Wiedererlangung meiner vollen Gesundheit ist und ich aus dieser Krise gestärkt hervorgehen werde. Somit bin ich auf allen Kanälen auf Heilung ausgerichtet.

Nun könnte ich mich ja einfach zurück ziehen und mich heilen. Das tue ich auch, und ich merke gleichzeitig wie es mir ein Anliegen ist hierzu ein neues Blogthema zu eröffnen. Aus ganz verschiedenen Gründen: Zum einen pragmatisch deswegen, weil ich nicht darauf warten möchte bis es irgendwann die Runde macht, dass ich krank bin, sich Menschen Sorgen machen oder rätseln müssen was los ist.

Und zum anderen, weil ich in nächster Zeit viel Zeit haben werde, um zu verarbeiten und mir sinnvolle Gedanken dazu zu machen.
Hier verbinden sich mein therapeutisches Wissen und meine aktuellen Erfahrungen. Vielleicht entsteht daraus etwas, das für manche interessant sein kann. Diese Blogartikel werden sicherlich etwas persönlicher als die bisherigen.

Wenn nur eine oder einer Inspiration aus meinen Zeilen erhält, hat es sich schon gelohnt.

So, ich denke für heute reicht es an Information. Schaut doch einfach wieder mal vorbei, wenn ihr mögt.

 

Und bleibt lebendig und gesund,

Herzlichst, Eure Mel/anie